Trockene Haut im Winter: was Heizungsluft anrichtet und was hilft

Ab November klingeln die Anfragen anders. Die Haut spannt nach dem Waschen, die Wangen sind rau, um die Nase schuppt es, und die Pflege, die im Sommer perfekt war, fühlt sich plötzlich nach nichts an.
Das liegt selten an dir und fast nie an einem plötzlich veränderten Hauttyp. Es liegt an dem, was der Winter mit der Haut macht.
Warum die Haut im Winter leidet
Drei Dinge kommen zusammen.
Kalte Luft trägt weniger Feuchtigkeit. Draußen ist die Luft trocken, drinnen macht die Heizung sie noch trockener. Die Haut gibt in dieser Umgebung mehr Wasser an die Umgebung ab, als sie nachliefern kann.
Ab etwa acht Grad Celsius fährt die Talgproduktion herunter. Talg ist nicht der Feind, er ist Teil des Schutzfilms. Fehlt er, verdunstet Feuchtigkeit schneller.
Der ständige Wechsel zwischen kaltem Wind und warmen Räumen belastet zusätzlich, dazu heißes Duschen, das den Rest des Schutzfilms abträgt.
Das Ergebnis ist eine geschwächte Schutzbarriere. Und eine geschwächte Barriere reagiert empfindlicher auf alles, auch auf Produkte, die vorher problemlos vertragen wurden.
Was du an deiner Pflege änderst
Nicht mehr Produkte, sondern andere Schwerpunkte.
- Reinigung milder und kürzer. Lauwarm statt heiß, kein schäumendes Produkt, das die Haut quietschend zurücklässt.
- Feuchtigkeit und Fett zusammen. Feuchtigkeit allein verdunstet im Winter schneller. Ein Serum mit feuchtigkeitsbindenden Stoffen darunter, eine reichhaltigere Pflege darüber.
- Abends darf es schwerer sein als morgens. Unter dem Sonnenschutz ist eine leichtere Textur angenehmer.
- Peelings zurücknehmen. Wenn die Haut ohnehin gereizt ist, nicht wöchentlich zusätzlich reizen. Lieber pausieren, bis sie sich beruhigt hat.
- Lippen und Handrücken nicht vergessen. Dort ist die Haut am dünnsten und der Schutzfilm am schnellsten weg.
- Sonnenschutz bleibt. Gerade in den Bergen und bei Schnee.
Ein Luftbefeuchter oder eine Schale Wasser auf der Heizung klingt nach Hausmittel, hilft aber wirklich, besonders im Schlafzimmer.
Trocken oder dehydriert, das ist nicht dasselbe
Diesen Unterschied halte ich für den wichtigsten im ganzen Artikel.
Trockene Haut hat zu wenig Fett. Das ist eine Veranlagung, und sie zeigt sich das ganze Jahr, im Winter nur deutlicher.
Dehydrierte Haut hat zu wenig Wasser. Das ist ein Zustand, und er kann jede Haut treffen, auch eine fettige. Typisch ist Haut, die gleichzeitig glänzt und spannt. Genau dann greifen viele zu mattierenden, entfettenden Produkten, und damit wird es schlimmer.
Welcher Fall bei dir vorliegt, findest du mit dem Selbsttest heraus: Hauttyp bestimmen.
Wann es mehr als Winterhaut ist
Manches sieht nach Trockenheit aus und ist etwas anderes. Bitte lass es ärztlich abklären, wenn die Haut stark juckt, nässt, sich entzündet, wenn es scharf begrenzte schuppende Stellen gibt oder wenn sich der Zustand trotz konsequenter Pflege über Wochen verschlechtert.
Neurodermitis und Schuppenflechte verschlimmern sich im Winter häufig, und sie gehören in ärztliche Behandlung. Die begleitende Pflege kann ich dann übernehmen, abgestimmt auf das, was du sonst aufträgst.
Was eine Behandlung im Winter bringt
Der Winter ist eine gute Zeit für die Haut, gerade weil sie mehr Zuwendung braucht.
In der Kabine kann ich mit warmen Auflagen, sanfter Reinigung und aufbauenden Wirkstoffen arbeiten, die zu Hause so nicht möglich sind. Eine ruhige Behandlung mit Massage tut außerdem nicht nur der Haut gut, sondern dem ganzen Menschen, und das ist im dunklen Teil des Jahres kein kleiner Nebeneffekt. Mehr dazu auf der Seite zur klassischen Kosmetikbehandlung.
Und falls du ohnehin über eine Lichtserie nachdenkst: Der Winter ist dafür die richtige Jahreszeit, hier steht warum: IPL im Winter.
Die Dusche, der unterschätzte Faktor
Wenn mir jemand sagt, seine Haut spanne im Winter am ganzen Körper, frage ich zuerst nach der Dusche. In sehr vielen Fällen liegt dort die Ursache.
Heißes Wasser löst Fett, und das gilt auch für den Schutzfilm der Haut. Je heißer und je länger, desto weniger bleibt davon übrig. Dazu kommen schäumende Duschgele, die zusätzlich entfetten, und das tägliche Wiederholen.
Was hilft, ist unspektakulär und wirkt schnell:
- Lauwarm statt heiß, so warm wie nötig und nicht so heiß wie angenehm.
- Kürzer duschen. Fünf Minuten sind für die Haut ein anderer Vorgang als zwanzig.
- Mildes, rückfettendes Produkt, und nicht überall. Achseln, Füße und Intimbereich brauchen Reinigung, Unterarme und Beine meist nur Wasser.
- Direkt danach eincremen, auf noch leicht feuchte Haut. Dann wird ein Teil der Feuchtigkeit gleich mit eingeschlossen.
- Hände extra. Sie werden im Winter am häufigsten gewaschen und am seltensten gepflegt.
Bei Juckreiz am Körper, der trotz dieser Umstellung bleibt, gehört die Sache ärztlich angeschaut.
Häufige Fragen zu trockener Haut im Winter
Reicht es, einfach eine reichhaltigere Creme zu nehmen?
Oft nicht ganz. Fett allein hält, was da ist, bringt aber keine Feuchtigkeit. Die Kombination aus einem wasserbindenden Schritt und einer reichhaltigeren Pflege darüber wirkt besser.
Darf ich im Winter peelen?
Ja, aber seltener und milder. Wenn die Haut schuppt, weil sie gereizt ist, macht ein Peeling es schlimmer statt besser.
Warum spannt meine Haut direkt nach dem Duschen?
Heißes Wasser und schäumende Produkte lösen den Schutzfilm. Lauwarm duschen, kurz halten und direkt danach eingecremen hilft am schnellsten.
Kann sich mein Hauttyp im Winter wirklich ändern?
Der Typ nicht, der Zustand schon. Deshalb ist es normal, im Winter eine andere Textur zu brauchen als im Juli.
Wenn du magst
Wenn deine Haut gerade nicht zur Ruhe kommt, schauen wir sie uns gemeinsam an und sortieren deine Pflege für die kalte Jahreszeit. Meistens ist die Lösung einfacher als befürchtet.
Ich arbeite in Bovenden bei Göttingen, ausschließlich nach Terminvereinbarung und immer mit nur einer Person im Haus.
Jasmina
Über mich
Ich bin Jasmina und arbeite seit über fünfzehn Jahren in der Kosmetik. Bei ESTIBEL in Bovenden bei Göttingen behandle ich nach Terminvereinbarung und immer nur eine Person zur Zeit. Was das für dich bedeutet, liest du hier: Über mich.
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